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Wanderreitertipps
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Zur Stolzenburg

Heute fiel meine Tour etwas kürzer aus, als geplant, weil wir in einen ziemlich kräftigen Regen gerieten.
Ich ritt mal wieder ganz spontan der Nase nach. Ein bislang unbeachteter Weg lockte mich, Neues zu entdecken. So kundschaftete ich spontan ein Ziel aus, das schon länger auf meiner Liste stand: Die Ruine Stolzenburg.

Als wir vorsichtig dem durch den Wald schlängelnden Weg folgten, war ich sehr gespannt, welches Bild sich uns bieten würde. ... Und plötzlich tat sich ein freier Platz unter uns auf, überspannt von hohen Baumkronen, durch deren hellgrüne Blätter die Abendsonne golden hindurch schimmerte. Ein wunderschönes Licht verzauberte die geschichtsträchtige Stätte. Leider war es so schwach, daß ich von dem tiefen Wallgraben und den Resten der Grundmauern nur leicht verschwommene Fotos mitbrachte. Dafür war die wildromantische Stimmung in der Ruine umso schöner. ^.^ Bis zum Bergsporn, von dem sich ein beeindruckender Blick ins Urfttal bietet, wagte ich mich mit dem großen Pferd nicht vor. Maurice allein an einem Baum angebunden zurücklassen, wollte ich auch nicht. Also blieb ich inmitten des Mauerrings und genoß dort die stille und geheimisvolle Atmosphäre. Herrlich, wenn man so einen Ort für sich allein hat!

 

Als wir die Ruine gut hinter uns gelassen hatten, ging ein kräftiger Schauer auf uns nieder. Der weite Regenmantel und der Lederhut schützten mich prima. Hagel gab es zum Glück keinen. Wenn der Wind von vorne trieb, senkte ich einfach den Kopf. So blieb die Brille unter der breiten Hutkrempe trocken. :-)
Als der Wind nachließ, hob ich den Blick und betrachtete fasziniert die leuchtenden Regenschleier über dem weiten Tal, während Maurice mit gesenktem Kopf und triefender Mähne tapfer durch das hernieder prasselnde Naß marschierte.

... allmählich verläuft sich das Wasser wieder ...
... allmählich verläuft sich das Wasser wieder ...

Bis wir an der Weide ankamen, war der Traber wieder trocken. Nur mein Mantel triefte noch. Der hat mich wie immer gut geschützt. An den Armen war mir nur etwas kalt geworden. Also tauschte ich den Mantel am Auto schnell gegen ein gemütliches Holzfällerhemd ein. Für alle Fälle hab ich da immer eine Tasche mit einem kompletten Satz trockener Klamotten in Reserve. Aber die brauchte ich zum Glück nicht.

kein Jäger zu sehen
kein Jäger zu sehen

Über die Stolzenburg ...

... sind im www mehr Vermutungen als Fakten zu finden.

Auf der Webseite "Eifelblicke" gewinnt man einen kleinen Eindruck von der prächtigen Aussicht.

 

Die Eifeldichterin Sophie Lange hat auf ihrer Homepage Sagen, Mythen und die spärlichen geschichtlich fundierten Fakten über die Burg zusammengetragen.

 

Man nimmt an, daß die Ruine aus dem Mittelalter stammt. Zu sehen sind Reste einer Ringmauer, Mauertore und Grundrisse von Wohnräumen; außerdem Wall und Graben.

In einzelnen Wanderberichten las ich, daß die Stolzenburg schwierig zu finden gewesen sei oder man sie gar gänzlich verpaßt hat. Diese Wanderer sind jeweils vom Urfttal aus zur Ruine hoch geklettert. Der Weg wird als anstrengend und beschwerlich beschrieben. 

Von der Bergseite her ist das alte Gemäuer deutlich bequemer zu erreichen. Aus Sötenich kommend leitet einen der Römerkanalwanderweg zunächst am Sötenicher Kalksteinbruch vorbei. Ein rostiger, kegelförmiger Sprengschutz gemahnt Vorsicht, wenn das Sprengsignal ertönt.

Der Ausblick in das tiefe Loch ist faszinierend. Auf der anderen Seite des Steinbruchs ist auf halber Höhe unter der steil vom Waldsaum abfallenden Wand ein weiterer Sprengschutz auszumachen.

Über breite und bequem zu laufende Wirtschaftswege führt der Römerwanderweg am Aussiedlerhof Felsfeldhof vorbei, steigt durch den Hühnerschlad einen Berg hinauf und schwenkt kurzt vor dem Gipfel Richtung Stolzenfels ab. Der vom Wirtschaftsweg abzweigende Pfad ist gut markiert und ebenfalls leicht begehbar. Mit sanftem Gefälle schlängelt sich der Weg zunächst im Bereich des Waldrandes den Berg hinunter. Wegen der Büsche, die den Weg säumen, kann man immer nur bis zur nächsten Kurve sehen. Erst wenn der Weg richtig in den Wald eintaucht, vermag der Blick etwas weiter zu wandern. Während man den Berg hinunter geht, hat man einen schönen Blick auf Graben und Mauerreste. In der Nähe des Wallgrabens  helfen in drei Richtungen weisende Schilder bei der Orientierung. Einer der Wege führt zum hellen Waldsaum und verschwindet dann hinter einer Kurve. Dort geht es über einen felsigen Pfad zum Ausguck.

Berichte über die Burg:

- Wikipedia - Eifel-Impressionen - Naturpark Hohes Venn -

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Kommentare: 2
  • #1

    Heike (Freitag, 20 Mai 2011 14:32)

    Hallo Eli,

    na, das war Tag für Tag mein Hunde-Spazierweg, da ich ja einige Jahre in Sötenich gewohnt habe! Es ist ein absolut wunderschöner Landstrich und es hat mich sehr oft dort hin gezogen!! Der Ort hatte irgendetwas mythisches an sich! Sehr schöne Beschreibung !!

  • #2

    wanderreiter (Freitag, 20 Mai 2011 14:57)

    Danke :-)


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